Trauerbegleitung und Hilfe –
wir sind für Sie da

Der Verlust eines geliebten Menschen verändert alles. In den ersten Tagen und Wochen nach dem Todesfall gibt es unzählige Dinge zu regeln, Entscheidungen zu treffen, organisatorische Schritte zu gehen. Zwischen dem Todesfall und der Trauerfeier bleibt Ihnen als nächstem Angehörigen oft kaum Zeit zum Innehalten. Die Tage fliegen vorbei – es ist schwer, den eigenen Schmerz überhaupt zu fassen.

Doch dann, nach der Beisetzung, wird es still. Die Hektik weicht der Ruhe und die Lücke im Alltag ohne die verstorbene Person wird zur schmerzlichen Realität. Gerade jetzt, wenn die äußeren Verpflichtungen erfüllt sind und das Leben weitergehen soll, brauchen viele Menschen Unterstützung.

Wir möchten Sie auch in dieser Phase nicht allein lassen. Trauerbegleitung bedeutet für uns, Ihnen Wege aufzuzeigen, wie Sie mit Ihrem Verlust umgehen können – in Ihrem eigenen Tempo und auf Ihre ganz persönliche Weise. Hier finden Sie verschiedene Hilfsangebote, die Ihnen in schweren Zeiten Halt geben.

Trauerbegleitung:
Wenn Sie Unterstützung brauchen

Nicht immer findet sich im persönlichen Umfeld die nötige Zeit und Kraft, um Ihnen in Ihrer Trauer beizustehen. Manchmal sind Familie, Freunde und Freundinnen selbst so betroffen, dass sie kaum Worte finden oder mit der Situation überfordert sind. Das ist verständlich – und kein Grund, Ihren Schmerz allein zu tragen.

Ein Verlust kann tiefe seelische Spuren hinterlassen, die professionelle Begleitung erfordern. Trauerbegleitung bietet Ihnen einen geschützten Raum, in dem Sie Ihren Gefühlen Ausdruck verleihen können – ohne Erwartungen, ohne Zeitdruck, einfach so, wie Sie es brauchen.

Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Wir haben Verständnis für Ihre Situation, nehmen Ihre Sorgen ernst und vermitteln Ihnen gerne den Kontakt zu erfahrenen Trauerbegleitern und -begleiterinnen. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

Trauerbegleitung für Kinder

Kinder spüren, wenn sich ein Abschied ankündigt. Je nach Alter sollten sie behutsam in die Situation einbezogen werden – denn auch sie brauchen Trost und Halt. Suchen Sie das offene Gespräch mit Ihrem Kind. Zeigen Sie Verständnis für seine Gefühle und geben Sie ihm die Sicherheit Ihrer Liebe. Kinder dürfen wissen, dass das Leben endlich ist. Beschönigende Erklärungen oder Verheimlichungen verunsichern sie meist mehr, als die Wahrheit es tun würde.

Gemeinsame Rituale helfen beim Abschiednehmen: Lassen Sie Ihr Kind ein Bild malen, das mit ins Grab gegeben wird, oder besuchen Sie zusammen das Grab. Integrieren Sie die verstorbene Person in den Alltag – durch Erinnerungen, Geschichten und Gespräche.

Sollten Sie Unterstützung bei diesem schwierigen Thema benötigen, sprechen Sie uns gerne an. Wir können Ihnen hilfreiche Materialien und Kontakte zu spezialisierten Trauerbegleitern für Kinder empfehlen.

Trauerliteratur für Kinder
  • Warum steht auf Opas Grab ein Stein?
    Beerdigungsbräuche erklärt von Kindern für Kinder
    Herausgeber: Christian Butt
  • Fido und der Bär
    Eine Geschichte über Abschied, Trauer und Heilung
    Autorinnen: Maria Lou und Stefanie Ohler
  • Muggi, das kleine Murmeltier
    Vorlesegeschichten zum Umgang mit Kindertrauer
    Autorin: Kirstin Maria Röwer
  • Geht Sterben wieder vorbei?
    Antworten auf Kinderfragen zu Tod und Trauer
    Autorin: Mechthild Schroeter-Rupieper
    Illustratorin: Imke Sönnichsen
  • Ein Himmel für Oma
    Ein Bilderbuch über das Sterben und den Tod
    Autorin: Antonie Schneider
    Illustratorin: Betina Gotzen-Beek

Kondolenzratgeber:
Einfühlsame Worte und Tipps für den Trauerfall

Wenn Sie nicht an der Beisetzung teilnehmen können oder Ihr Beileid persönlich ausdrücken möchten, ist ein handgeschriebener Brief der aufrichtigste Weg. Nehmen Sie sich diese Zeit – am besten zeitnah, wenn die Nachricht des Todesfalls Sie noch unmittelbar bewegt. Dann sind Ihre Worte am authentischsten.

Was können Sie schreiben?

Lassen Sie Erinnerungen lebendig werden: Wie haben Sie den oder die Verstorbene kennengelernt? Was hat Sie verbunden? Vielleicht gibt es eine gemeinsame Erinnerung, die Sie aus Ihrer Sicht liebevoll schildern können.

Bieten Sie, wenn möglich, Ihre Unterstützung an – oft sind es die kleinen alltäglichen Dinge, bei denen Hilfe am meisten gebraucht wird.

Mut zur Einfachheit

Ihr Kondolenzschreiben muss nicht lang oder perfekt formuliert sein. Einfache, ehrliche Worte aus dem Herzen entwickeln oft die größte tröstende Kraft.

Beispielsätze für Ihr Kondolenzschreiben
  • Wir können uns deinen Schmerz nicht vorstellen. Sicherlich wird er dich noch lange begleiten, aber du bist nicht allein. Wir können ihn mit dir tragen.
  • Ich hoffe, in den schweren Stunden des Abschieds ist es ein Trost zu wissen, dass deine Schwester unvergessen bleibt.
  • Mit dem Tode eines Angehörigen verliert man vieles – aber niemals die mit ihm verbrachte Zeit.
  • Es begleiten dich unsere Gedanken in einer Zeit, wo Worte kaum noch trösten können.
  • Dort, wo es keine Worte gibt, sollst du wissen, dass ich in Gedanken bei dir bin.
  • Einen Menschen loslassen müssen, ist eine schwere Erfahrung.
  • Nur allzu gut wissen wir aus eigener Erfahrung, dass die schönsten und bestgemeinten Worte weder Schmerz noch Trauer auflösen können. Doch gerne möchten wir versuchen, dir in diesen schweren und leidvollen Tagen tröstende Worte auszusprechen.
  • Niemand kann dir den Schmerz abnehmen, aber ich möchte dich wissen lassen, dass ich mit dir fühle und an dich denke.

Hospizarbeit:
Für ein Lebensende in Würde

Die Palliativmedizin hat in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte erzielt. Heute können schwerstkranke Menschen ihren letzten Lebensabschnitt würdevoll und mit deutlich weniger Leid verbringen – sei es in stationären Hospizeinrichtungen oder im vertrauten häuslichen Umfeld.

Ambulante Hospizdienste bieten wertvolle Unterstützung: Sie entlasten pflegende Angehörige, lindern Schmerzen und begleiten Sterbende mit Fachkompetenz und menschlicher Wärme. Die Möglichkeit, zu Hause im Kreis der Familie Abschied zu nehmen, bedeutet für viele Menschen großen Trost.

Sollten Sie Informationen zu Hospiz- und Palliativangeboten in Ihrer Region benötigen, sprechen Sie uns gerne an. Wir vermitteln Ihnen die passenden Ansprechpersonen und unterstützen Sie bei der Organisation dieser wichtigen Hilfe.

Hospiz-Kontakte

Hospiz im Luisenhaus der Pfeifferschen Stiftungen
Pfeifferstr. 10
39114 Magdeburg
Telefon: 0391-8505 0
www.pfeiffersche-stiftungen.de

Ambulanter Hospizdienst der Malteser
Max-Josef-Metzger-Str. 1a
39104 Magdeburg
Telefon: 0391-400 46 20
www.malteser-magdeburg.de

Hospizverein Schönebeck e. V.
Am Stadtfeld 1
39218 Schönebeck (Elbe)
Telefon: 03928-72 81 27

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Wir sind für Sie da und begleiten Sie auf diesem schweren Weg mit Respekt, Erfahrung und Mitgefühl.